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VEREIN

Wir stehen hinter dem Projekt

Der Verein Stolpersteine Schweiz ist ein gemeinnütziger Verein.

Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. 

Hier stellt sich der Vorstand des Vereins Stolpersteine Schweiz vor:

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David Hesse, Präsident

David Hesse ist Historiker. Er ist verantwortlich für Zukunftsfragen und Entwicklung bei der gemeinnützigen Stiftung Mercator Schweiz, davor war er Journalist bei Tages-Anzeiger und NZZ am Sonntag.

«Die Stolpersteine erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. An Gewalt und Unmenschlichkeit, die auch die Schweiz berührten. Diese Zeit darf nicht vergessen gehen. Und niemals wiederkehren.»

Roman Rosenstein - Vorstand Stolpersteine Schweiz

Roman Rosenstein

Roman Rosenstein ist ein seit 1979 aus Zürich arbeitender Unternehmensberater mit Fokus auf Kostenoptimierung bei grossen KMU. Er engagierte sich daneben seit dem Studium national und international im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus.


Jahrzehntelanger Einsatz im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus mündet als Mitbegründer und Quästor des Vereins Stolpersteine Schweiz ins Bemühen die Erinnerung an Schweizer Opfer der Nazi-Herrschaft wach zu halten. Hinter jeder Stolperstein Setzung steckt ein individuelles Schicksal das in irgendeiner Form mit der Schweiz und ihrem Verhältnis zum "Dritten Reich" zu tun hat. Bei jeder Stolperstein-Setzung bietet sich eine Gelegenheit diesen nicht ganz unbefleckten Teil der Schweizer Geschichte den jüngeren Generationen zu vermitteln.

Jakob Tanner - Vorstand Verein Stolpersteine Schweiz

Jakob Tanner

Jakob Tanner ist emeritierter Professor für Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte am Historischen Seminar, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Er gehörte der Bergier-Kommission an.

In unserer Gegenwart erleben wir gehäuft Angriffe auf Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit. Die Erinnerung an die Katastrophenzeit des 20. Jahrhunderts und an das nationalsozialistische Schreckensregime stärkt die Einsicht, dass wir Demokratie und Gleichberechtigung verteidigen müssen. Stolpersteine sind Zeichen im öffentlichen Raum, die uns mit den Opfern der Vergangenheit solidarisieren und gleichzeitig verweisen sie auf eine Welt, in der sich Gerechtigkeit und Freiheit gegenseitig bedingen. Als kleine Symbole, als konkrete Spuren lassen sie uns in eine Geschichte hineinstolpern, aus der wir nicht herausfinden, von der wir jedoch lernen können. 

Roland Diethelm - Vorstand Stolpersteine Schweiz

Roland Beat Diethelm

Roland Beat Diethelm, evangelisch-reformierter Pfarrer in Schaffhausen, 
Studium der Theologie in Zürich, Wien und Berlin, Kolumnist im «Blick am Abend» (2012-2019) und «bref - Das Magazin der Reformierten.» (2019-2021). 

«Stolpersteine zeigen uns im Alltag, was sonst die Meisten nur noch aus Schulbüchern wissen. Totalitäre und faschistische Staaten und Gesellschaften bedrohen das menschliche Zusammenleben. Gerade als Pfarrer verstehe ich mich in der Verantwortung, aus der Geschichte zu lernen, die Humanität zu schützen und gegen Intoleranz, Diskriminierung, Rassismus und Auslöschung von Menschenleben frühzeitig die Stimme zu erheben.»

Sophie Küsterling - ehemalig  Vorstand Verein Stolpersteine Schweiz

Sophie Küsterling

Sophie Küsterling promoviert an der Universität Luzern zur Ausweisung und Heimschaffung psychisch kranker Deutscher aus der Schweiz bis 1945 und arbeitet als Forschungsassistentin an der FernUni Schweiz. Sie ist Teil des Historiker:innenteams in Basel.

Die Stolpersteine demontieren die Mythen rund um den «Sonderfall Schweiz» und die «humanitäre Tradition» der Schweiz. Sie zeigen, dass es auch in der Schweiz Menschen gab, die um das Leben ihrer Liebsten im Ausland bangten. Dass es Flüchtende gab, die vergeblich um Einlass baten. Dass Menschen trotz Todesgefahr ausgewiesen wurden. Dass auch der Kanton Basel-Stadt - obwohl seine Flüchtlingspolitik als «humaner» galt als jene des Bundes - teilweise grosse Härte zeigte. Diese Geschichten gilt es zu erzählen und an sie zu erinnern.

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Mischa Liatowitsch

Mischa Liatowitsch ist Kommunikationsexperte und war bei verschiedenen internationalen Organisationen in Zürich, Genf und New York tätig. Als freischaffender Autor veröffentlicht er u.a. in der Neuen Zürcher Zeitung und ZEIT. 

Eine lebhafte Erinnerungskultur stärkt die Demokratie. Für einige Kapitel der Schweizer Geschichte ist das Bewusstsein in der Bevölkerung jedoch nach wie vor gering – ein Beispiel ist die Zeit des zweiten Weltkriegs. Die Stolpersteine leisten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit. Sie klären auf, stossen Diskussionen an und offenbaren Lehren für die Zukunft. Als Nachkomme eines Opfers des Nationalsozialismus möchte ich mich dafür einsetzen, dass die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Dabei liegt mir die Sensibilisierung und der Austausch mit der jüngeren Generation besonders am Herzen. 

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Esther Straub

Esther Straub, Kirchenratspräsidentin der Reformierten Zürcher Landeskirche. Sie war zuvor Pfarrerin in Zürich Schwamendingen und politisierte während 17 Jahren für die SP im Stadtzürcher Parlament und im Kantonsrat.

«Antisemitismus hat in der Reformierten Landeskirche keinen Platz. Der Kirchenrat setzt sich dafür ein, dass auf allen Ebenen der Kirche mit Bildungsangeboten und Aufklärungsprojekten das Bewusstsein für historische und aktuelle Formen von Rassismus und Antisemitismus geschärft, Vorurteile abgebaut und eine Kultur des Respekts und der Solidarität gefördert werden. Stolpersteine verschwinden nicht so schnell in Schubladen und Archiven wie Stellungnahmen. Sie erinnern und mahnen mitten auf der Strasse und führen konkrete Schicksale eindrücklich vor Augen.»

Josef Lang  - Vorstand Verein Stolpersteine Schweiz

Josef Lang (genannt «Jo»)

Josef Lang ist Historiker und ehemaliger Gemeinde-, Kantons- und Nationalrat im Kanton Zug. Heute lebt er in Bern.

Die Stolpersteine erinnern mich an das Talmud-Zitat: «Wer ein Menschenleben rettet, dem wird es angerechnet, als würde er die ganze Welt retten.» (Sanhedrin 73a). Die Sure 5, Vers 32 des Koran wiederholt diese Aussage. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die eine Reaktion auf den nazistischen Zivilisationsbruch war, beginnt mit dem Satz: «Alle Menschen sind gleich an Würde und Rechten geboren.» Die Stolpersteine bedeuten für mich: Humanismus und Universalismus gehören zusammen und bilden die Grundwerte für ein weltweites Zusammenleben von Freien und Gleichen.

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Natalie Joho

Natalie Joho ist Anwältin und arbeitet in der Finanzbranche. Sie wohnt mit ihren Töchtern in Zürich.

Mit jedem Stolperstein wird an einen verfolgten Menschen mit Bezug zur Schweiz erinnert. Besonders bewegen mich die Schicksale von jüdischen Frauen, die durch Heirat ins Ausland ihr Schweizer Bürgerrecht verloren und oft mit ihren Kindern die Konzentrationslager nicht überlebten.

Die Verbrechen an den Opfern des Holocaust und des NS-Regimes erschüttern mich zutiefst. Das Gedenken mahnt uns ausserdem, wie fragil unsere Gesellschaft ist und wie unverzichtbar Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und der Schutz vor Diskriminierung sind.

Dank an ehemalige Vorstandsmitglieder

Der Verein Stolpersteine Schweiz ist ein gemeinnütziger Verein. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. 

Diese ehrenamtliche Arbeit ist von entscheidender Bedeutung für die strategischen Ausrichtung und langfristigen Ziele des Vereins. Der Einsatz eines jeden Einzelnen ist unerlässlich und wertvoll, um Veränderungen in der Gemeinschaft zu bewirken.


Wir danken den ehemaligen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement.

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