VEREIN

Wir stehen hinter dem Projekt

Präsident: Res Strehle, ehemaliger Chefredaktor Tages-Anzeiger. Der studierte Ökonom (Dr. oec. HSG) lebt in Zürich und Spanien/Katalonien und ist Vater eines erwachsenen Sohnes.

«Die Stolpersteine sollen auch die nächsten Generationen daran erinnern, was damals passierte und niemals mehr passieren darf.»

Vizepräsidentin: Ruth Schweikert, Schriftstellerin und Dozentin, lebt in Zürich.

«Stolpersteine» will nicht nur an die Opfer erinnern, jede Steinsetzung befördert Begegnung und Dialog: in die Recherchen werden Schulklassen eingebunden, heutige Anwohner treffen auf Nachkommen der Opfer, Passantinnen halten einen Moment inne. „Stolpersteine“ ist ein vielschichtiges, weitreichendes Kunstprojekt, das unaufhörlich Fragen an uns richtet: Wie konnte der Holocaust geschehen, und wie können wir alle und wie kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich diese von Menschen verantwortete Katastrophe nicht wiederholt

Roland Beat Diethelm, evangelisch- reformierter Gemeinde-Pfarrer in Wangen an der Aare BE, Jg 1969, aufgewachsen in Andelfingen ZH, 
Studium der Theologie in Zürich, Wien und Berlin, Kolumnist im «Blick am Abend» (2012-2019) und «Bref - Das Magazin der Reformierten.»

«Stolpersteine zeigen uns im Alltag, was sonst die Meisten nur noch aus Schulbüchern wissen. Totalitäre und faschistische Staaten und Gesellschaften bedrohen das menschliche Zusammenleben. Gerade als Pfarrer verstehe ich mich in der Verantwortung, aus der Geschichte zu lernen, die Humanität zu schützen und gegen Intoleranz, Diskriminierung, Rassismus und Auslöschung von Menschenleben frühzeitig die Stimme zu erheben.»

Roman Rosenstein ist ein seit 1979 aus Zürich arbeitender Unternehmensberater mit Fokus auf Kostenoptimierung bei grossen KMU. Er engagierte sich daneben seit dem Studium national und international im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus.


Jahrzehntelanger Einsatz im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus mündet als Mitbegründer und Quästor des Vereins Stolpersteine Schweiz ins Bemühen die Erinnerung an Schweizer Opfer der Nazi-Herrschaft wach zu halten. Hinter jeder Stolperstein Setzung steckt ein individuelles Schicksal das in irgendeiner Form mit der Schweiz und ihrem Verhältnis zum "Dritten Reich" zu tun hat. Bei jeder Stolperstein-Setzung bietet sich eine Gelegenheit diesen nicht ganz unbefleckten Teil der Schweizer Geschichte den jüngeren Generationen zu vermitteln.

Jakob Tanner ist emeritierter Professor für Geschichte der Neuzeit und Schweizer Geschichte am Historischen Seminar, Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Er gehörte der Bergier-Kommission an.

In unserer Gegenwart erleben wir gehäuft Angriffe auf Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit. Die Erinnerung an die Katastrophenzeit des 20. Jahrhunderts und an das nationalsozialistische Schreckensregime stärkt die Einsicht, dass wir Demokratie und Gleichberechtigung verteidigen müssen. Stolpersteine sind Zeichen im öffentlichen Raum, die uns mit den Opfern der Vergangenheit solidarisieren und gleichzeitig verweisen sie auf eine Welt, in der sich Gerechtigkeit und Freiheit gegenseitig bedingen. Als kleine Symbole, als konkrete Spuren lassen sie uns in eine Geschichte hineinstolpern, aus der wir nicht herausfinden, von der wir jedoch lernen können.