AKTIVITÄTEN

Petition
«Licht in die Kunstsammlung Bührle!»

Am 27. Januar 2021 wurde die Petition «Licht in die Kunstsammlung Bührle! » an die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch überreicht. Die «IG Transparenz zur Aufarbeitung und Vermittlung des Kunsthaus-Bührle-Komplexes» vermochte in kurzer Zeit 2‘300 Unterschriften zu sammeln. Jakob Tanner beteiligte sich als Vorstandsmitglied des Vereins Stolpersteine an der Aktion, die von den Stolpersteinen für die Familie Rothschild über jene für Lea und Alain Berr zum Kunsthaus und schliesslich zum Stadthaus führte. Einen Einblick verschafft der Film von Heinz Nigg.

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Die ersten Stolpersteine in Zürich

Nach monatelangen Vorbereitungen wurden am Freitag, 27. November 2020 in Zürich die ersten Stolpersteine für Schweizer Opfer des Nationalsozialismus gesetzt. 

Auftakt/Medienorientierung im Rathaus Zürich waren ausgebucht


Regierungsrätin Jacqueline Fehr sprach von den Stolpersteinen als ein "Material gewordener Weckruf".

 

Per Video-Einspielung wandten sich Katja und Gunter Demnig (Künstler/Initiant) an die Anwesenden; sie betonten, wie gerne sie vor Ort gewesen wären und teilgenommen hätten.
 

Andreas Strehle, Präsident des Vereins Stolpersteine Schweiz, präsentierte die höchst unterschiedlichen Schicksale und Lebenswege der ersten sieben Menschen, für die in Zürich ein Stolperstein gesetzt wurde: Lea und Alain Berr, Sara «Selma», Jula und Armand  Frédéric Rothschild, Josef Traxl und Albert Mülli.


Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff sprach äusserst beeindruckend über die Holocaust-Opfer in seiner eigenen jüdischen Familie und erzählte, wie ihn die Stolperstein-Setzungen für seine Angehörigen in Stadtoldendorf und Berlin nachhaltig berührten.
             
Monika Flieger übersetzte in Musik, schuf mit Akkordeon und Gesang jene Klangräume, die über Sag- und Erzählbares hinausführen.

Anschliessend wurden vor den früheren Wohnorten der Opfer die sieben Stolpersteine gesetzt. Vorstandsmitglied und Pfarrer Roland Diethelm gestaltete auf die einzelnen Opfer abgestimmte Rituale des Eingedenkens, Angehörige sprachen, Schülerinnen und Schüler einer Maturaklasse des Gymnasiums Rämibühl sowie weitere Rednerinnen und Redner teilten ihre Gedanken mit den zahlreichen Anwesenden, Robert Levy sprach für die jüdischen Opfer das Jiskor. 

Fotos und einzelne Beiträge sind unter den jeweiligen Stolpersteinen zu finden. Die Fotos stammen alle von Alain Picard. 


Einen Eindruck vom Auftakt und den ersten Zürcher Stolpersteinsetzungen vermittelt auch das Video von Erich Schmid und Ruth Schläpfer, basierend auf Aufnahmen von Klaus Rozsa.

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Lea und Alain Berr

ermordet 1945 im KZ Auschwitz

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Josef Traxl

1937 interniert,deportiert ins KZ Buchenwald,Tod im KZ 1941

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Sara «Selma», Jula und Armand Frédéric Rothschild

ermordet 1942 im KZ Auschwitz

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Albert Mülli

deportiert 1942 ins KZ Dachau